Teddy-Karussell als Handy-App
So sieht die Werkstatt am Handy aus — zum Durchklicken.
Die Karussell-Werkstatt gibt es heute im Browser. Diese Seite zeigt, wie sie als App auf dem Telefon aussehen würde: Tippen Sie sich unten durch das Telefon-Modell — vom ersten Bildschirm bis zur fertigen Karte. Es ist ein Entwurf, keine fertige App; nichts wird gespeichert.
Das Modell
Durchklicken — links das Telefon, rechts die Begründung.
Wofür postest du?
Eine Antwort genügt. Sie stellt die Werkstatt auf dich ein.
Onboarding 1 von 4 · ~15 Sekunden
Eine Warum-Frage statt einer Funktionsvorstellung
Die erste Frage lautet nicht „Wie heißt du?", sondern „Wofür postest du?". Drei Antworten, ein Tippen. Die Antwort steuert, welche Satzmuster die Werkstatt zuerst anbietet — und gibt der Nutzerin das Gefühl, dass die App auf sie hört.
Beleg: Headspace fragt vor allem anderen nach Erfahrung, Dauer und Anlass; Duolingo nach Ziel und Tagesziel. Ein Einstieg, der nach dem Ziel fragt, hielt bis zu 20 Prozentpunkte mehr Nutzer eine Woche lang als ein Einheits-Einstieg [SEKUNDÄR]. Klassische Funktionsvorstellungen zum Start werden dagegen meist in unter zwei Sekunden weitergewischt.
Der Einstieg
Die ersten zwei Minuten: von einem Satz zur ersten Karte.
| Schritt | Was Sie tun | Dauer | Warum in dieser Reihenfolge |
|---|---|---|---|
| 1 | Sie wählen Ihr Ziel: Reichweite, Bindung oder Verkauf | ~15 s | Die App richtet sich danach — sie fragt, bevor sie erklärt |
| 2 | Sie geben einen Satz Ihrer Leserin ein | ~30 s | Genau das tun Sie später jeden Monat — also gleich am Anfang |
| 3 | Sie sehen den Satz als fertige Karte | ~10 s | Ein Ergebnis, bevor die App etwas von Ihnen will |
| 4 | Sie legen ein Konto an — oder probieren erst weiter | ~20 s | Anmeldung nur, damit die Karte nicht verloren geht. „Später" ist immer möglich |
Warum-Frage zuerst (wie Headspace) · Handlung vor Anmeldung (wie Duolingo) · Fortschrittspunkte statt Prozentbalken · ein Knopf je Bildschirm · Ausweg „Später"
Funktionsvorstellung zum Start (wird weggewischt) · Anmeldung als erster Schritt (unter 40 % kommen durch) · Erklärvideo (passiv) · Fortschritt in Prozent (fühlt sich nach Formular an)
Wie viele Schritt 2 am ersten Tag abschließen (die eine Zahl, die vorhersagt, wer nach 30 Tagen noch da ist) · Zeit bis zur ersten Karte · Anteil, der „Später" wählt und trotzdem zurückkommt
Ab hier: Hintergrund
Die nächsten drei Kapitel erklären, warum die App so gebaut wird.
Sie richten sich an alle, die an der Umsetzung mitentscheiden — Gestaltung, Apple-Vorgaben, Vergleich mit anderen Anbietern, Weg zur fertigen iOS-App. Für die Nutzung der Werkstatt brauchen Sie das nicht zu lesen.
Gestaltung · Hintergrund
Glasoptik gehört auf die Bedienleisten. Nicht auf den Inhalt.
Apple nennt seine durchscheinende Glasoptik „Liquid Glass" und beschreibt sie als Material für die Ebene, die über dem Inhalt schwebt: Tableisten, Werkzeugleisten, Steuerelemente. Listen, Tabellen, Medien und Karten bleiben fest. Ab September 2026 verlangt Apple, dass Apps das neue System vollständig unterstützen [OFFIZIELL].
Die schwebende Leiste unten (21 Punkt eingerückt, abgerundet, reagiert auf Berührung). Die Kopfzeile. Schwebende Knöpfe über dem Inhalt.
Die Karten (sie sind das Produkt). Listen und Tabellen. Eingabefelder. Der Fortschrittsring. Alles, was gelesen werden muss.
Erstens Apples Regel. Zweitens die Methode selbst: „Fällt der Blick zuerst aufs Design, hat das Design gewonnen und Sie verloren." Eine Karte hinter Glas sähe aus wie Werbung — nicht wie eine private Notiz.
Anbietervergleich · Hintergrund
Was von wem übernommen wurde — und was nicht, mit Grund.
| Gesehen bei | Entscheidung | Begründung |
|---|---|---|
| PostNitro (Editor, eingeloggt geprüft) | Guthaben-Zähler → vereinfacht als „KI-Aufrufe diesen Monat" | Kosten sichtbar machen, ohne Guthaben-Modell — die häufigste Kritik an Bezahl-Werkzeugen |
| PostNitro | KI-Chat-Panel verworfen → Knopf je Station | Die Methode verlangt „zehn Karten schreiben, nicht an einer feilen"; ein Chat verführt zum Gegenteil |
| PostNitro | Design-Editor (Farben, Elemente) verworfen | Fünf Gestaltungsregeln, einmal festgelegt. Wer gestaltet, verliert Wiedererkennung |
| PostNitro | Wasserzeichen „Created for Free at …" verworfen | Auf den Karten gesehen; Hauptkritik auf dem Bewertungsportal Capterra; zerstört den Notiz-Charakter |
| Predis.ai (Capterra, 180+ Bewertungen) | Kein automatisches Veröffentlichen in Variante A | Fehlgeschlagene Veröffentlichungen sind dort die Hauptbeschwerde; wir liefern den Export, posten aber nicht im Namen der Nutzerin |
| Duolingo | Handlung vor Anmeldung | 60–80 % kommen durch, gegenüber unter 40 %, wenn die Anmeldung zuerst kommt |
| Headspace | Warum-Frage als erster Bildschirm | Bis zu 20 Prozentpunkte mehr Nutzer nach einer Woche; in einem Versuch 2026 verdoppelten sich die Kursstarts |
| Fantastical (Apple-Galerie) | Steuerung in untere Glasleiste | Mehr Platz für Inhalt; mit dem Daumen erreichbar |
| Apple-Gestaltungsrichtlinien 2026 | Glasoptik nur auf Bedienleisten, 21 Punkt Einrückung, 4 Reiter | Pflicht ab September 2026; mehr als fünf Reiter gelten als überladen |
| Annis Nischen-Optimierer | Avatar-Persona verworfen | Widerspricht dem Prinzip „ohne Gesicht"; die App hat eine Stimme, kein Gesicht |
| Candy Hook Meter | Spielerische Bewertungsskala verworfen | Bewertungen wie „Snooze / Fire" passen nicht zu Coaches; stattdessen eine Ampel mit Begründung |
Nächste Schritte · Hintergrund
Was von der Web-Werkstatt in die App übergeht — und was neu ist.
Die acht Satzmuster mit ihren Vorlagen · die neun Schreibregeln (reine Logik, in Swift nachbaubar) · die sechs Prüffragen · Vorhersage und Abgleich · die fünf Gestaltungsregeln der Karten · alle Texte
Bedienleiste in Glasoptik · Einstieg in vier Schritten · Speicherung in iCloud statt im Browser · Karten direkt an Instagram weitergeben · Erinnerung nach 30 Tagen: „Zeit zum Messen"
Anmeldung mit Apple ist Pflicht, sobald Google angeboten wird (Apple-Richtlinie 4.8) · Kauf in der App über Apple (30 % bzw. 15 % Provision) oder Kauf im Web mit Hinweis · Variante B (Instagram-Abruf) erst nach Freigabe durch Meta